Procreate Dreams 2: Das nächste große Update

Die Veröffentlichung der ersten Version von Procreate Dreams markierte einen Wendepunkt für die Animation auf dem iPad, doch viele professionelle Anwender stießen schnell auf Grenzen, die den täglichen Arbeitsprozess erschwerten. Mit dem Update auf Procreate Dreams 2 reagiert das Entwicklerteam nun umfassend auf das Feedback der Community und liefert eine Software, die nicht mehr nur als experimentelles Spielzeug, sondern als ernstzunehmendes Werkzeug für Motion Design und handgezeichnete Animation wahrgenommen werden will. Es geht hierbei nicht lediglich um kosmetische Korrekturen oder kleine Leistungsverbesserungen. Vielmehr wurde der Kern der Anwendung in entscheidenden Bereichen neu gedacht, um die Lücke zwischen intuitiver Gestensteuerung und präziser, professioneller Kontrolle zu schließen. Wer bisher aufgrund fehlender Selektionswerkzeuge oder einer unübersichtlichen Timeline zögerte, findet nun Antworten auf diese Kritikpunkte. Die Integration tiefgreifender Funktionen wie Luminanzmasken und einer überarbeiteten Flipbook-Engine zeigt deutlich, dass der Anspruch besteht, komplexe Produktionen direkt auf dem Tablet zu ermöglichen, ohne ständig auf Desktop-Software ausweichen zu müssen. Dieses Update definiert neu, was mobile Animationssoftware leisten kann, und fordert etablierte Workflows heraus.

Was dich hier erwartet

    Das Wichtigste auf einen Blick

    Procreate Dreams 2 stellt einen signifikanten Reifeprozess der Software dar. Während die erste Version vor allem durch ihre Performance-Engine beeindruckte, liefert dieses Update die notwendige Präzision für komplexe Projekte nach. Im Zentrum steht die massive Aufwertung des Flipbook-Modus, der nun endlich professionelle Auswahl- und Transformationswerkzeuge bietet, die Anwender von der klassischen Procreate-App gewohnt sind. Auch die Organisation der Timeline wurde durch dedizierte Arbeitsbereiche für Keyframing und Komposition logischer strukturiert. Für Motion Designer ist die Einführung von Luminanzmasken und transparentem Videoexport ein entscheidender Schritt, um die App in professionelle Pipelines zu integrieren. Hinzu kommen Workflow-Beschleuniger wie Tastenkombinationen und eine Speicherfunktion für Pinselgrößen, die den kreativen Fluss weniger oft unterbrechen. Zusammenfassend lässt sich sagen: Die Software wird erwachsen und verbindet nun die spielerische Leichtigkeit der Bedienung mit den harten Anforderungen einer Produktionsumgebung.

    • Einführung dedizierter Timeline-Modi für Keyframing, Performance und Komposition.
    • Komplett überarbeitetes Flipbook mit Unterstützung für mehrere Spuren.
    • Endlich verfügbare Auswahl-, Schneide- und Transformationswerkzeuge innerhalb von Animationen.
    • Neue Animationspinselbibliothek mit über 100 spezialisierten Brushes.
    • Professionelle Features wie Luminanzmasken und transparenter Videoexport.
    • Verbesserter Workflow durch Tastenkombinationen und Drag-and-Drop-Funktionen.
    • Dauergriffe und Zeichnungsfilter für effizienteres Arbeiten an der Timeline.
    Frame by Frame Animation mit dem Flipbook in Procreate Dreams 2

    Was ist Procreate Dreams und für wen eignet es sich?

    Procreate Dreams positioniert sich als eine hybride Animationssoftware, die speziell für die Touch-Oberfläche des iPads entwickelt wurde und dabei die leistungsstarke Mal-Engine des klassischen Procreate nutzt. Im Gegensatz zu traditionellen Desktop-Programmen, die oft auf komplexen Menüstrukturen und Maussteuerung basieren, setzt diese Anwendung auf eine direkte Interaktion mit dem Bildmaterial. Es ist ein Werkzeug, das primär Illustratoren anspricht, die ihre statischen Werke zum Leben erwecken wollen, ohne eine jahrelange Ausbildung in komplexer Animationssoftware absolvieren zu müssen. Gleichzeitig bietet es erfahrenen Motion Designern eine portable Lösung für Frame-by-Frame-Animationen und Compositing unterwegs. Die Software bricht die Barriere zwischen dem Zeichnen und dem Bewegen von Objekten auf, indem sie Funktionen wie den Performance-Modus integriert, bei dem Bewegungen in Echtzeit aufgezeichnet werden können. Dies macht den Einstieg besonders niederschwellig, während die darunterliegende Technologie durchaus komplexe Projekte zulässt. Die Zielgruppe ist somit breit gefächert: vom Hobby-Künstler, der erste GIFs erstellt, bis zum Profi, der Sequenzen für Musikvideos oder Kurzfilme produziert.

    Vorteile für verschiedene Anwendergruppen
    • Illustratoren: Nahtlose Übernahme von Pinseln und Stilen aus Procreate ohne Umlernen.
    • Traditionelle Animatoren: Ein robustes Flipbook-Tool, das das Gefühl von Papier und Leuchttisch digital simuliert.
    • Content Creator: Schnelle Erstellung von Animationen für Social Media durch intuitive Gestensteuerung.
    • Motion Designer: Möglichkeit, unterwegs Keyframes zu setzen und Assets für größere Produktionen vorzubereiten.
    • Einsteiger: Geringe technische Hürde durch den Verzicht auf überladene Menüs und kryptische Parameter.
    • Storyteller: Kombination von Video, Audio und Zeichnung in einer einzigen, flüssigen Timeline.

    Ein wesentliches Merkmal der Software ist die Nutzung der GPU-Beschleunigung, die eine sofortige Wiedergabe ohne langes Rendern ermöglicht. Das bedeutet, dass Kreative ihre Änderungen unmittelbar im Kontext sehen, was den iterativen Prozess enorm beschleunigt. Für Anwender, die bereits im Apple-Ökosystem verankert sind, ist die Integration des Apple Pencil essenziell. Die Druckempfindlichkeit und Neigungserkennung werden direkt in die Animationsdaten übersetzt, was organische und lebendige Ergebnisse fördert. Es ist jedoch wichtig zu verstehen, dass Procreate Dreams keine reine Vektor-Animationssoftware ist und auch kein vollständiger Ersatz für hochkomplexe Compositing-Tools wie After Effects darstellt. Stattdessen füllt es eine Nische für rasterbasierte Animation und handgezeichnete Bewegtbilder. Die Eignung hängt also stark vom gewünschten Stil ab: Wer den „Look and Feel“ von handgemachter Kunst sucht, findet hier eine ideale Plattform. Wer hingegen rein mathematische, präzise Vektorbewegungen benötigt, könnte an Grenzen stoßen. Dennoch erweitert sich der Nutzerkreis mit jedem Update, da Funktionen wie Audio-Import und Video-Layer die App zu einem multimedialen Storytelling-Tool machen.

    Performance-Bereich erstellt durch das Aufzeichnen der Bewegung automatisch Keyframes

    So unterscheidet sich Procreate Dreams 2 vom ersten Release

    Der Sprung von der ersten Version auf Procreate Dreams 2 ist massiv und adressiert vor allem die Kritik an der Bedienbarkeit und fehlenden Standardfunktionen. Während der erste Release oft als revolutionär im Konzept, aber unvollständig in der Ausführung beschrieben wurde, liefert Version 2 nun die Werkzeuge nach, die für einen präzisen Workflow unerlässlich sind. Der wohl größte Kritikpunkt der Vergangenheit war das Fehlen von Selektionswerkzeugen im Zeichenmodus. Anwender mussten oft umständliche Umwege gehen, um Teile einer Zeichnung zu verschieben oder zu skalieren. Mit dem neuen Update ist die Funktion Auswahl und Transformation endlich integriert, was das Bearbeiten von Frames drastisch vereinfacht. Auch die Struktur der Zeitleiste wurde grundlegend überarbeitet. Wo früher Verwirrung herrschte, sorgen nun klare Modi für Ordnung. Das Update verwandelt die Software von einem „Skizzenblock für Animationen“ in eine vollwertige Produktionsumgebung. Es ist spürbar, dass die Entwickler den Fokus von reiner Performance auf Usability und Präzision verschoben haben.

    Feature / BereichErster Release (V1)Procreate Dreams 2 (V2)
    ZeichnungsbearbeitungKeine Auswahl oder Transformation innerhalb des Flipbooks möglich.Vollständige Auswahl-, Schneide-, Transformations- und Verzerrungswerkzeuge.
    Timeline-StrukturEin einziger Modus, oft unübersichtlich bei komplexen Projekten.Dedizierte Modi für Keyframing, Performance und Komposition.
    PinselverwaltungPinselgröße wurde oft zurückgesetzt oder nicht gespeichert.Integrierter Speicher für Bürstengröße für konsistentes Arbeiten.
    MaskierungEingeschränkte Maskierungsoptionen (Clipping Masks).Einführung von Luminanzmasken für komplexe Licht- und Schatteneffekte.
    ExportStandard-Videoformate.Unterstützung für Transparentes Video, ideal für Overlays. Erweiterte Exportfunktion integriert.

    Neben den offensichtlichen großen Features sind es oft die kleinen „Quality of Life“-Verbesserungen, die den täglichen Umgang mit der Software in Version 2 so viel angenehmer machen. Die Einführung von Dauergriffen an den Clips erlaubt eine intuitivere Anpassung der Länge von Sequenzen, ohne dass man ständig in Untermenüs navigieren muss. Auch die Implementierung von erweiterten Tastenkombinationen zeigt, dass man sich an Profis richtet, die oft ein Keyboard am iPad nutzen, um schneller zu arbeiten. Ein weiteres Detail, das den Unterschied macht, ist die Stabilität der Pinsel-Einstellungen. Dass die Software sich nun Pinselgrößen merkt, spart im Laufe eines Projekts hunderte von Klicks und Nerven. Zudem wirken die neuen Zeichnungsfilter nicht mehr wie nachträgliche Effekte, sondern integrieren sich nahtlos in den kreativen Prozess. Zusammenfassend lässt sich sagen: Version 2 fühlt sich nicht mehr wie eine Beta an, sondern wie das Produkt, das viele von Anfang an erwartet hatten. Die Frustration über fehlende Basics weicht der Freude an neuen kreativen Möglichkeiten.

    Das Interface

    Das Interface von Procreate Dreams 2 behält den minimalistischen Ansatz bei, für den der Hersteller bekannt ist, führt jedoch eine notwendige Strukturierung ein, um die gestiegene Funktionsvielfalt zu bewältigen. Das Hauptziel war es, den Bildschirm so frei wie möglich von Bedienelementen zu halten, damit der Fokus auf der Kunst bleibt. Dennoch musste der Zugriff auf komplexe Werkzeuge schneller werden. Die Lösung liegt in den neuen Timeline-Modi. Anstatt alle Funktionen gleichzeitig auf den Nutzer einprasseln zu lassen, gibt es nun dedizierte Arbeitsbereiche für Keyframing, Performance und Komposition. Dies reduziert die kognitive Belastung erheblich. Wenn man sich im Keyframing-Modus befindet, werden nur die relevanten Tools für Interpolation und Timing angezeigt. Wechselt man zur Komposition, treten diese in den Hintergrund und machen Platz für Layer-Arrangements und Effekte. Diese kontextsensitive Benutzeroberfläche sorgt dafür, dass auch auf dem begrenzten Screen des iPads professionelles Arbeiten möglich ist, ohne dass man den Überblick verliert.

    Das Design folgt dem Prinzip „Kontext vor Komplexität“. Werkzeuge sind nur dann sichtbar, wenn sie für den aktuellen Arbeitsschritt relevant sind. Dies wird durch die Unterteilung in spezifische Modi erreicht, die den Workflow logisch gliedern und so den Bildschirmplatz auf dem iPad optimal ausnutzen.

    • Der Keyframing-Bereich fokussiert auf präzise Parametersteuerung.
    • Der Performance-Bereich maximiert die Fläche für Gestensteuerung.
    • Der Kompositions-Bereich bietet Übersicht über Spuren und Gruppen.

    Die Navigation innerhalb dieses Interfaces wurde ebenfalls verfeinert. Drag-and-Drop-Funktionen spielen eine noch zentralere Rolle. Assets, Farben oder Effekte können einfach an die gewünschte Stelle gezogen werden, was sich auf einem Touchscreen sehr natürlich anfühlt. Doch Procreate Dreams 2 erkennt auch an, dass Touch allein nicht immer der schnellste Weg ist. Die Integration umfassender Tastenkombinationen erlaubt es Nutzern mit angeschlossener Tastatur, blitzschnell zwischen Werkzeugen zu wechseln, Playheads zu steuern oder Aktionen rückgängig zu machen. Dies schafft einen hybriden Workflow: Die linke Hand liegt auf der Tastatur für Shortcuts, die rechte führt den Stift. Ein weiteres Highlight im Interface-Design ist die verbesserte Sichtbarkeit von Spuren und Gruppen. Das Auf- und Zuklappen von verschachtelten Animationen funktioniert nun flüssiger, und visuelle Indikatoren helfen dabei, die Hierarchie der Elemente sofort zu erfassen. Trotz der neuen Tiefe wirkt die Oberfläche nicht überladen; sie wirkt aufgeräumt und lädt zum Experimentieren ein, bietet aber gleichzeitig die nötige Informationstiefe für präzise Justierungen.

    Leistungsmerkmale des neuen Flipbooks

    Das Flipbook ist das Herzstück für alle, die traditionelle Animation lieben, und in Procreate Dreams 2 hat dieser Bereich die wohl größte Aufwertung erfahren. Mit dem brandneuen Flipbook wird das Erstellen von handgezeichneten Animationen so intuitiv wie das Blättern in einem Daumenkino, jedoch mit der Power einer modernen Engine. Anwender können nun jedes Einzelbild mit mehreren Spuren zeichnen, was bedeutet, dass Vorzeichnungen, Reinzeichnungen und Kolorierung auf getrennten Ebenen innerhalb eines einzigen Frames stattfinden können. Dies war zuvor ein großer Schmerzpunkt. Besonders hervorzuheben ist, dass alle bekannten Werkzeuge aus Procreate – von den Stiften bis zu den Radierern – hier nahtlos zur Verfügung stehen. Das Gefühl, auf „digitalem Papier“ zu arbeiten, bleibt erhalten, wird aber durch digitale Annehmlichkeiten ergänzt. Der Onion Skin (Zwiebelschicht) wurde verbessert und lässt sich nun feiner justieren, um vorherige und nachfolgende Bilder exakt so darzustellen, wie es für den aktuellen Zeichenprozess hilfreich ist. Ein enormer Schritt nach vorne, der den Arbeitsprozess massiv beschleunigt, ist die neue Mehrfachauswahl von Einzelbildern in der Timeline. Anstatt jeden Frame mühsam einzeln anzupassen, können nun mehrere Frames gleichzeitig ausgewählt werden. Dies erlaubt es, die Anzeigedauer (Timing) für ganze Sequenzen simultan zu erweitern oder zu kürzen. In der Praxis bedeutet das eine enorme Zeitersparnis: Wer das Timing einer Bewegung anpassen möchte, muss nicht mehr Bild für Bild verschieben, sondern erledigt dies mit einem einzigen Handgriff für den gesamten Block.

    Vorteile des neuen Flipbooks
    • Mehrspuriges Zeichnen: Trennung von Skizze, Lineart und Farbe pro Frame möglich.
    • Vertraute Werkzeuge: Zugriff auf die komplette Procreate-Pinsel-Engine.
    • Integrierte Transformation: Auswählen, Verzerren und Verschieben direkt im Zeichenprozess.
    • Fokus-Modus: Ausblenden der restlichen Timeline für ungestörtes Zeichnen.
    • Sofortige Vorschau: Flüssiges Abspielen der gezeichneten Sequenz ohne Wartezeit.
    • Zeichnungsfilter: Anwendung von Effekten auf einzelne Frames oder ganze Sequenzen.
    • Mehrfachauswahl von Frames in der Timeline: Frames gleichzeitig ausgewählen und ganze Sequenzen simultan erweitern oder kürzen

    Das absolute Highlight im neuen Flipbook ist jedoch die lang ersehnte Funktion für Auswahl und Transformation. Endlich ist es möglich, Teile einer Zeichnung auszuwählen, zu schneiden, zu transformieren und zu verzerren, ohne den Flipbook-Modus verlassen zu müssen. Wer schon einmal versucht hat, die Proportionen einer Figur über 20 Frames hinweg leicht zu korrigieren, weiß, wie essenziell dieses Feature ist. Es spart Stunden an Arbeit, da nicht mehr komplett neu gezeichnet werden muss. Man kann Elemente drehen, skalieren oder per „Warp“-Tool organisch verformen. Dies bringt eine enorme Flexibilität in den Animationsprozess. Unterstützt wird dies durch die neue Animationspinselbibliothek. Mit über 100 Pinseln, die speziell für Animationen entwickelt wurden, lässt sich in jedem beliebigen Stil zeichnen – von rauen Bleistift-Looks bis hin zu sauberen Inking-Styles. Diese Pinsel sind darauf optimiert, auch in Bewegung gut auszusehen und konsistente Linienstärken zu gewährleisten. Das Flipbook in Version 2 ist somit nicht mehr nur ein Zusatzfeature, sondern ein vollwertiges Werkzeug für Frame-by-Frame-Künstler.

    Workflow und Bedienung als Motion Designer

    Für Motion Designer, die oft unter Zeitdruck arbeiten und effiziente Pipelines benötigen, bringt Procreate Dreams 2 entscheidende Neuerungen mit sich. Der Workflow wurde gestrafft, um die Integration in professionelle Produktionsumgebungen zu erleichtern. Ein Schlüsselelement hierbei ist die Möglichkeit, Transparentes Video zu exportieren. Dies erlaubt es, Animationen in Procreate Dreams zu erstellen und diese dann nahtlos als Overlay in Schnittprogrammen wie Premiere Pro, After Effects oder DaVinci Resolve weiterzuverwenden. Vorbei sind die Zeiten, in denen man mit Greenscreen-Tricks arbeiten musste. Ein weiteres mächtiges Tool für den Motion-Design-Alltag sind die neuen Luminanzmasken. Sie ermöglichen es, die Helligkeitswerte einer Ebene zu nutzen, um die Transparenz einer anderen zu steuern. Dies eröffnet kreative Möglichkeiten für komplexe Texturübergänge, Lichteffekte und Matte-Reveal-Animationen, die zuvor auf dem iPad nur schwer umsetzbar waren. Der Workflow wird dadurch weniger linear und erlaubt mehr Compositing-Tricks direkt in der App.

    • Export-Flexibilität: ProRes mit Alpha-Kanal für nahtlose Weiterverarbeitung am Desktop.
    • Maskierung: Nutzung von Helligkeitsinformationen für komplexe Luminanzmasken.
    • Effizienz: Speichern von Pinselgrößen verhindert Fehler bei wiederkehrenden Aufgaben.
    • Timing: Präzise Steuerung durch Dauergriffe an den Clips in der Timeline.
    • Organisation: Bessere Übersicht durch farbliche Markierung und Gruppierung von Spuren.
    • Shortcuts: Beschleunigung repetitiver Aufgaben durch Tastaturbefehle.

    Die Bedienung profitiert zudem enorm von der neuen Animationspinselbibliothek. Motion Designer müssen oft schnell Hintergründe oder grafische Elemente erstellen, die stilistisch konsistent sind. Die über 100 neuen Pinsel bieten hierfür eine breite Palette an Texturen und Stilen, die sofort einsatzbereit sind. In Kombination mit den Zeichnungsfiltern können Looks erzeugt werden, die wie aufwendige Post-Production wirken, aber in Echtzeit berechnet werden. Ein Beispiel hierfür ist das Hinzufügen von Rauschen oder Unschärfe direkt auf die gezeichneten Elemente. Der Workflow wird zudem durch die intelligenten Dauergriffe an der Timeline beschleunigt. Anstatt Clips mühsam über Menüs zu verlängern, zieht man einfach am Griff, und die Animation passt sich an oder wiederholt sich, je nach Einstellung. Diese haptische Art der Zeitsteuerung ist typisch für Procreate und macht das Timing von Bewegungen zu einem fast musikalischen Prozess. Insgesamt fühlt sich die Bedienung nun „runder“ an, da weniger Brüche zwischen den verschiedenen Arbeitsschritten entstehen.

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